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Aktualisierung der Realnutzungskarte Südtirol

mit Hilfe von Satellitendaten SPOT V und Quickbird

Der in Südtirol (Italien) verwendete Begriff “Realnutzungskarte” kann synonym zu der Bezeichnung Landnutzungs- und Biotoptypenkarte, wie sie in großen Teilen Deutschlands gebraucht wird, verwendet werden. Für Südtirol wurde bereits in zwei Auswertungsschritten (1991, 2001) mit unterschiedlicher Klassentiefe der Nutzungstypen eine Realnutzungskarte erstellt. Die Aktualisierung dieser Realnutzungskarte im Maßstab 1:10.000 sollte anhand des detaillierteren Nutzungsschlüssels von 1991, der z.B. auch Wein- von Obstanbaugebieten unterscheidet, durchgeführt werden. Es wurden einerseits in Hochlagen Satellitenbilder des hochaufgelösten Sensors SPOT V sowie für die Talbereiche Bilder des höchstaufgelösten Sensors QuickBird und andererseits Geodaten mit Informationen zu Höhenlagen, Hangneigung, Exposition und Erreichbarkeit (z.B. Digitales Geländemodell, DGM) verwendet.

Es wurde in Zusammenarbeit mit dem EURAC-Research Institut Bozen ein Ensemble-Klassifikationsverfahren entwickelt, das verschiedene pixel- und objektbasierte sowie Regressionsbaum-Klassifikationsmethoden mit den Satellitendaten und a-priori Informationen (DGM) kombiniert. Anhand eines Landnutzungsmodells wurden allgemeine Regeln abgeleitet. Z.B. war die Einordnung in die Klasse “Siedlung” nur bis zu einer bestimmten Höhe und die Klasse “intensiv genutztes Grünland” nur bis zu einer bestimmten Hangneigung zulässig. Zusätzlich wurden für alle Klassen terrestrische Stichproben erhoben, die zum Großteil in das Verfahren mit einflossen und zur Validierung dienten.

SPOT V und Quickbird

SPOT V und Quickbird